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Lehrer in Schleswig-Holstein: Hartz IV statt Ferien

Seit Jahren gibt es offenbar eine Tendenz, Lehrer auf Kosten der Sozialsysteme „in die Ferien“ zu schicken. Auf diese Weise entlasteten und entlasten sich auch die Behörden in Schleswig-Holstein. Die Zahlen sind bundesweit dabei erschreckend. Quasi eine Kleinstadt voll Lehrer wird hier insgesamt aus dem einen staatlichen System in ein anderes verschoben. Die Verwaltungskosten trägt die Gemeinschaft und die erforderliche Formularkram belastet die Betroffenen. In beiden Bereichen – Soziales und Bildung – dringend benötigte Gelder, werden kurzfristig zweckentfremdet. Angesichts der Vielzahl der Fälle bundesweit, droht dem Arbeitgbeer Saat ein denkbar schlechtes „Arbeitszeugnis“.

Befristete Beschäftigung Pädagogen arbeiten als Saisonkräfte

(…) Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) meldeten sich in den Sommerferienmonaten 2012 bundesweit 5400 Lehrer zusätzlich arbeitslos. In einer Analyse der Behörde heißt es: Dieser „sprunghafte Anstieg der Arbeitslosigkeit“, der nach Ende der Ferien wieder deutlich zurückgehe, falle bereits seit Jahren auf. Spitzenreiter 2012 war laut der Statistik Baden-Württemberg. Dort kletterte die Zahl der arbeitslosen Lehrer im August um satte 1400 Prozent. Auch in Rheinland-Pfalz, Bayern oder Hessen sei das Phänomen verbreitet. Hauptursache seien befristet geschlossene Verträge mit nicht-verbeamteten Lehrkräften, bei denen die Sommerferien ausgespart blieben. Diesen Beitrag weiterlesen »