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LSG Stuttgart: Dog-Sitting und Gassi gehen – Kein Arbeitsunfall

Red. Leitsatz: Wer beim Dog-Sitting und Gassi gehen gebissen wird, erleidet keinen Arbeitsunfall, wenn dies ein Freundschaftsdienst war.

Das LSG Stuttgart hat entschieden, dass derjenige, der den Hund seines Nachbarn „Gassi führt“ und dabei vom Hund verletzt wird, nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung steht.

Das Opfer der Biss-Attacke hatte den Hund des Nachbarn schon oft versorgt. Als der Hundehalter sich unerwartet einer stationären Krankenhausbehandlung unterziehen musste, bat er das spätere Opfer, sich um den Hund zu kümmern. Dieser sagte zu, versorgte den Rottweiler mit Futter und Wasser und führte ihn aus. Während eines nächtlichen Spaziergangs am sechsten Tag der Betreuung mit dem Hund griff der Rottweiler unvermittelt an. Er verbiss sich in den Händen und Armen des Berufungsführers und fügte diesem über 30 tiefe Fleischwunden zu. Das Opfer musste sofort notoperiert und am rechten Unterarm eine Hauttransplantation durchgeführt werden. Die zuständige Berufsgenossenschaft lehnte eine Anerkennung der Biss-Attacke als Arbeitsunfall ab. Diesen Beitrag weiterlesen »

LG Coburg: Plötzlich losgerissene Hunde begründen keine eigene Haftung des sich ordnungsgemäß verhaltenden Kraftfahrers im Falle eines Unfalls

Ein Autofahrer muss nicht damit rechnen, dass ein angeleinter Hund sich unvermittelt losreißt und auf die Fahrbahn läuft. Dieser Entscheidung ist vorausgegangen, dass ein Kraftfahrer einen ihn überholenden Pkw rammte und dadurch ein Sachschaden i.H.v. ca. 5.000,00 € entstand. Grund für den Wechsel des Fahrers des überholten Pkws auf die linke Fahrspur war ein plötzlich auftauchender Hund, gefolgt von seiner minderjährigen Hundeführerin, die dem von der Leine losgerissenen Tier hinterherlief. Diesen Beitrag weiterlesen »