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	<title>Juristen-Blog.de &#187; Urteil</title>
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	<description>Rechtsanwälte für Ihr Recht &#124; Blog</description>
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		<title>BGH schützt Mieter gegen Hamburger Landgericht (Urteil Wohnwertverbesserungen bei Mieterhöhung)</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 21:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Exner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessrecht]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Mieterhöhung]]></category>
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		<category><![CDATA[Urteil]]></category>

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		<description><![CDATA[BGH, Urteil vom 7. Juli 2010, Az. VIII ZR 315/09 &#8211; Der Bundesgerichtshof hat am 07.07.2010 entschieden, dass Wohnwertverbesserungen, die ein Wohnungsmieter vorgenommen und finanziert hat, bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete im Rahmen von Mieterhöhungsverlangen im Regelfall nicht zu berücksichtigen sind. Der Beklagte des vom Bundesgerichtshof entschiedenen Rechtsstreits ist seit 1976 Mieter einer Wohnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.juristen-blog.de/tag/bgh/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BGH">BGH</a>, <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/urteil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urteil">Urteil</a> vom 7. Juli 2010, Az. VIII ZR 315/09 &#8211; Der Bundesgerichtshof hat am 07.07.2010 entschieden, dass Wohnwertverbesserungen, die ein Wohnungsmieter vorgenommen und finanziert hat, bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete im Rahmen von Mieterhöhungsverlangen im Regelfall nicht zu berücksichtigen sind. Der Beklagte des vom Bundesgerichtshof entschiedenen Rechtsstreits ist seit 1976 Mieter einer Wohnung in Hamburg. Aufgrund einer im Mietvertrag enthaltenen Verpflichtung baute er in die Wohnung auf eigene Kosten ein Bad und eine Sammelheizung ein. Im Februar 2008 verlangte die Vermieterin Zustimmung zu einer Erhöhung der Nettomiete von 450,28 € auf 539,95 € monatlich. Zur Begründung nahm sie auf den <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/mietspiegel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mietspiegel">Mietspiegel</a> der Stadt Hamburg Bezug und ordnete die Wohnung in das Rasterfeld C 4 ein.</p>
<p><span id="more-874"></span></p>
<p>Dieses Rasterfeld bezieht sich auf Wohnungen mit normaler Wohnlage, Baujahr bis Ende des Jahres 1918 und einer Ausstattung mit Bad und Sammelheizung. In drei vorangegangenen Mieterhöhungsverlangen seit 1992 hatte die Vermieterin dagegen auf die ortsübliche Vergleichmiete für Wohnungen ohne Bad und Sammelheizung abgestellt. Das Amtsgericht hat der Klage der Vermieterin auf Zustimmung zur Erhöhung der Nettomiete auf 539,95 € monatlich ab 1. Mai 2008 stattgegeben. Das Landgericht hat die Berufung des Mieters zurückgewiesen.</p>
<p>Die dagegen gerichtete Revision des Mieters hatte Erfolg. Der unter anderem für das Wohnraummietrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 BGB*) für die Wohnung des Beklagten anhand vergleichbarer Wohnungen zu ermitteln ist, die nicht mit Bad und Sammelheizung ausgestattet sind. Wohnwertverbesserungen, die der Mieter vorgenommen und finanziert hat, sind bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete nicht zu berücksichtigen, wenn nicht die Parteien etwas anderes vereinbart haben oder der Vermieter dem Mieter die verauslagten Kosten erstattet hat. Die vom Mieter auf eigene Kosten geschaffene Wohnwertverbesserung bleibt bei der Ermittlung der Vergleichsmiete auch dann unberücksichtigt, wenn sie – wie hier – auf einer vertraglichen Verpflichtung beruht. Anderenfalls müsste der Mieter die Ausstattung seiner Wohnung im Ergebnis doppelt bezahlen, zunächst beim Einbau entsprechend der vertraglichen Verpflichtung und später nochmals durch eine auch auf diese Ausstattung gestützte <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/mieterhohung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mieterhöhung">Mieterhöhung</a>.</p>
<p>Die Sache ist an das Landgericht zurückverwiesen worden, damit festgestellt werden kann, wie hoch die ortsübliche Vergleichsmiete für die betroffene Wohnung ohne Berücksichtigung von Bad und Heizung ist.</p>
<blockquote><p><strong>*§ 558 BGB: <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/mieterhohung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mieterhöhung">Mieterhöhung</a> bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete</strong></p>
<p>(1) Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist. Das Mieterhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/mieterhohung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mieterhöhung">Mieterhöhung</a> geltend gemacht werden. Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 werden nicht berücksichtigt.</p>
<p>(2) Die ortsübliche Vergleichsmiete wird gebildet aus den üblichen Entgelten, die in der Gemeinde oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage in den letzten vier Jahren vereinbart oder, von Erhöhungen nach § 560 abgesehen, geändert worden sind. Ausgenommen ist Wohnraum, bei dem die Miethöhe durch Gesetz oder im Zusammenhang mit einer Förderzusage festgelegt worden ist. (…)</p></blockquote>
<p><strong>Vorinstanzen</strong>: AG Hamburg-Altona &#8211; <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/urteil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urteil">Urteil</a> vom 30. Januar 2009 &#8211; 315b C 129/08; LG Hamburg &#8211; <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/urteil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urteil">Urteil</a> vom 27. November 2009 &#8211; 311 S 35/09</p>
<p><a href="http://www.juristen-blog.de/tag/bgh/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BGH">BGH</a>, PM Nr. 140/2010</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008 RA Exner @ juristen-blog.de<br />
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		<title>OLG Hamm: Schadensersatz wegen überlanger Prozessdauer (18 Jahre &#8211; Forderung aus Transportvertrag)</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 08:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Exner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handel & Transport]]></category>
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		<description><![CDATA[Oberlandesgerichts Hamm, Urteil vom 08.01.2010 – 11 U 27/06 &#8211; Der 11. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat in einer aktuellen Entscheidung das Land Nordrhein-Westfalen aus Gründen der Amtshaftung verurteilt, Schadensersatz in Höhe von ca. 700.000 Euro wegen überlanger Verfahrensdauer eines vorangegangenen Rechtsstreits zu zahlen. Der Kläger hatte darin mit im Jahre 1984 erhobener Klage die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oberlandesgerichts <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/hamm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hamm">Hamm</a>, <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/urteil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urteil">Urteil</a> vom 08.01.2010 – 11 U 27/06 &#8211; Der 11. Zivilsenat des Oberlandesgerichts <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/hamm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hamm">Hamm</a> hat in einer aktuellen Entscheidung das Land Nordrhein-Westfalen aus Gründen der Amtshaftung verurteilt, <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/schadensersatz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schadensersatz">Schadensersatz</a> in Höhe von ca. 700.000 Euro wegen überlanger Verfahrensdauer eines vorangegangenen Rechtsstreits zu zahlen. Der Kläger hatte darin mit im Jahre 1984 erhobener Klage die beklagte Firma auf Bezahlung von vertragsgemäß erbrachten Transportleistungen in Anspruch genommen. Dieser Prozess war nach knapp 18-jähriger Verfahrensdauer noch nicht entschieden, als am 01. Februar 2002 über das Vermögen der beklagten Firma das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Der Kläger konnte seine Forderung danach nur noch zum Teil realisieren.</p>
<p><span id="more-847"></span></p>
<p>Der Kläger hat seinen mit ca. 1,6 Millionen Euro berechneten Ausfallschaden gegenüber dem beklagten Land in erster Instanz erfolglos geltend gemacht. Der Senat hat auf die Berufung des Klägers das landgerichtliche <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/urteil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urteil">Urteil</a> abgeändert. Nach Auffassung des Senats besteht ein Amtshaftungsanspruch. Das Gericht hat ausgeführt, die mit der Bearbeitung des Vorprozesses befassten Berufsrichter seien ihrer Verpflichtung, sich fortwährend und mit zunehmender Verfahrensdauer um so nachhaltiger um die <em>Förderung, Beschleunigung und Beendigung des Verfahrens</em> zu bemühen und damit einen wirkungsvollen Rechtsschutz zu gewährleisten, zeitweise nicht in der gebotenen Form nachgekommen. Durch die festgestellte Verfahrensverzögerung von 34 Monaten sei ein Schaden entstanden, der allerdings erheblich hinter den Berechnungen des Klägers zurückbleibe.</p>
<p>Der Senat hat die Revision zugelassen.</p>
<p>PM 15.01.2010 Pressestelle OLG <a href="http://www.juristen-blog.de/tag/hamm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hamm">Hamm</a></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008 RA Exner @ juristen-blog.de<br />
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